Abteilung Vegetationsanalyse & Phytodiversität

 
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Identifizierung von Indikatorartengruppen für ein Biodiversitäts-Monitoring zur Bewertung von Grünland- und Waldlebensräumen (AZ 26752)

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Gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

 

Seltene und gefährdete Pflanzenarten und Biotoptypen sind integraler Bestandteil unseres nationalen Naturerbes. Eine fortlaufende Beobachtung ihres Erhaltungszustandes und das Verständnis von Mechanismen, die zur Veränderung von Artenvorkommen und Habitaten führen, sind Grundvoraussetzung für die Effektivität von Schutzmaßnahmen.
Das Projekt soll die Präzision der Bewertung von Phytodiversität auf Landschaftsebene erhöhen. Für die großflächig naturschutzrelevanten Lebensräume Wald und Grünland wird hierbei ein überregional einsetzbares Monitoring-Werkzeug entwickelt, mit dem Zentren der Phytodiversität und des erhöhten Vorkommens seltener und gefährdeter Pflanzenarten und Biotoptypen sowie naturnahe Waldgebiete großräumig identifiziert und Diversitätsveränderungen erkannt werden.
Anhand eines umfassenden, überregionalen floristischen Datensatzes wird in Kombination mit Landschaftsinformationen ein abgestuftes Bewertungssystem von Indikatorartengruppen für (a) Phytodiversität und (b) Naturnähe (Hemerobie) entwickelt. Dieses Vorgehen reicht zum einen über die Bewertung von Lebensräumen auf Grundlage des Vorkommens einzelner Flaggschiff-Arten oder eines punktuellen Monitorings hinaus. Zum anderen finden die Bewirtschaftungssysteme sowie weitere Umweltfaktoren, die die Lebensräume von Pflanzen prägen, direkt Berücksichtigung. Dabei kann erstmals eine großräumige Kausalanalyse von Entwicklungstendenzen wichtiger Indikatorarten (seltene und gefährdete Arten, Störungszeiger) auf geostatistischer Grundlage vorgenommen werden.
 

 
 

Universität Göttingen - Albrecht-von-Haller-Institut - Biodiversitätszentrum